Kontakt
DGVT Fort- und Weiterbildung
Postfach 13 43
72003 Tübingen
Referentin für Fort- und Weiterbildung
Anke Heier
Ansprechpartnerinnen
Janina Fauser
Ludmila Krauter
Tel.: 0 70 71 / 94 34 34
Di + Do 9:00 bis 12:00 Uhr
Di + Mi 14:00 bis 15:30 Uhr
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Herzlich Willkommen auf der Seite der DGVT Fort- und Weiterbildung

Seit Januar 2013 werden die Angebote des Fort- und Weiterbildungsbereiches der DGVT und der Akademie für Fortbildung in Psychotherapie (afp) unter einem Dach – der DGVT Fort- und Weiterbildung – zusammengefasst.

Das qualifizierte, vielseitige und schulübergreifende Angebot der DGVT Fort- und Weiterbildung richtet sich dabei an alle approbierten und psychotherapeutisch tätigen KollegInnen sowie an Fachkräfte aus dem psychosozialen Bereich.

Neben unseren Angeboten aus dem Jahresprogramm finden unter der Regie der DGVT Fort- und Weiterbildung im zweijährigen Turnus die DGVT-Workshoptagung, die alljährlichen Praxistage der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie sowie ein bis zwei weitere Tagungen im Jahr statt.

Seit 2006 steht zudem die Interaktiven Fortbildung zur Verfügung, mit deren Hilfe Sie Ihrer Fortbildungsverpflichtung flexibel, zeitsparend und günstig nachkommen können.

Alle unsere Angebote sind in der Regel durch die zuständige Landespsychotherapeutenkammer zertifiziert und damit bundesweit anerkennungsfähig!

Wir freuen uns, Sie bei unseren Veranstaltungen zu begrüßen!

Die Mitarbeiterinnen der DGVT Fort- und Weiterbildung

 


Psychotherapie-State-of-the-Art

Die „Psychotherapie-State-of-the-Art“ findet an wechselnden Orten im September statt (2012, 2014 und 2016 in Potsdam). Hier können sich die TeilnehmerInnen einen Überblick zum wissenschaftlichen Stand eines Themenbereiches der Psychotherapie verschaffen und aktuelle Behandlungsansätze kennenlernen. Neben den Inhalten steht auch die Möglichkeit zum Austausch mit KollegInnen im Mittelpunkt der Veranstaltung.

5. Tagung Psychotherapie-State-of-the-Art der DGVT Fort- und Weiterbildung

Anpassungsstörungen 10. – 11. September 2016 in Potsdam am Neuen Palais

Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (DGVT) e. V.

Fort und Weiterbildung In Kooperation mit der Universität PotsdamAbteilung Klinische Psychologie / Psychotherapie

Tipps und Daten für die Anreise und Unterkunft

Tagungsort: Universität Potsdam Standort Am Neuen Palais. Am Neuen Palais 10 / Haus 914469 Potsdam

Anreise: Vom Hauptbahnhof Potsdam aus erreichen Sie das Neue Palais mit den Buslinien 695, 605 und X5 sowie mit den Regionalbahnen RB 21 und RB 20. Mit dem PKW erreichen Sie das Neue Palais über die A 10 – Abfahrt Potsdam Nord – B 273 Richtung Potsdam – Amundsen straße, Richtung Neues Palais oder über die A 10 – Abfahrt Potsdam Süd – B 2 Richtung Pot m Hbf / Lange Brücke – Breite Straße – Zeppelinstraße – Geschwister-Scholl-Str. – Am Neuen Palais.

Für eine Anreise mit dem Flugzeug bietet sich der Berliner Flughafen Tegel an. Von dort aus ist der Potsdamer Hauptbahnhof in ca. einer Stunde erreichbar.

Zimmerbuchung: Wir haben im Steigenberger Hotel Sanssouci (Allee nach Sanssouci 1, 14471 Potsdam, Tel. 0331 / 909 10) ein Zimmerkontingent bis zum 15. Juli 2016 reservieren lassen. Dort können Sie sich unter dem Stichwort „DGVT“ ein Zimmer buchen, was jedoch an die Teilnahme an der Veranstaltung gekoppelt ist. Sollten Sie eine andere Unterkunft bevorzugen, können Sie sich bei der Touristeninformation Potsdam (Telefon 0331 / 27 55 88 99; www.potsdamtourismus.de) weiterhelfen lassen.

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir laden Sie herzlich zur 5. Tagung „Psychotherapie-State-of-the-Art“ ein!

Im Rahmen dieser Tagung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich einen Überblick zum „State-of-the-Art“ eines Themenbereiches der Psychotherapie zu verschaffen und aktuelle Behandlungsansätze, die den derzeitigen wissenschaftlichen Stand widerspiegeln, kennenzulernen. In den zweitägigen Workshops wird sowohl der theoretische Hintergrund eines Ansatzes als auch dessen praktische Anwendbarkeit behandelt.

Austausch: Die Tagung soll neben interessanten Inhalten auch die Möglichkeit bieten, sich mit KollegInnen und ReferentInnen auszutauschen und über das Gelernte zu reflektieren. Da die Pausen dafür meist zu wenig Raum lassen, sieht das Konzept unserer Tagung einen weiteren Programmpunkt vor, ein gemeinsames Abendessen am Samstagabend. Zudem haben wir im Steigenberger Hotel Sanssouci ein Zimmerkontingent eingerichtet, sodass auch hier – beim Frühstück oder Spaziergang zum Tagungsort – Zeit zum Diskutieren bleibt.

Anpassungsstörungen: Die DGVT legt im Jahr 2016 ihren “State-of-the-Art”-Fokus auf das Feld der Anpassungsstörung, einer Diagnose, die kontrovers diskutiert wird: So zählt sie mal zu den “am liebsten” vergebenen Störungen, weil sie ein Stück weit als unbedenklich für den Patienten gilt; mal werden konzeptuelle Probleme kritisch angemerkt und, dass – rein epidemiologisch gesehen – zu viele Anpassungsstörungsdiagnosen vergeben werden. Die Tagung möchte daher mit den angebotenen Workshops die TherapeutInnen darin unterstützen, das eigene Wissen und die Fertigkeiten in der Diagnostik und Behandlung der Anpassungsstörung auszubauen und zu vertiefen. Und schließlich eine Gelegenheit zu eben solchen kritischen Diskussionen bieten.

Ausführliche Beschreibung der Workshops

Workshops (14 UE)

WS 1 Elternverlust im Kindes- und Jugendalter

Elisabeth Jürgens und Sigrid Salmen, Braunschweig

Der Verlust eines Elternteils im Kindes- oder Jugendalter wird in der Psychotherapie als einschneidendes Lebensereignis verstanden, das von dem betroffenen Kind oder Jugendlichen eine enorme Anpassungsleistung erfordert: Wie kann es gelingen, diesen Verlust zu bewältigen und weiter zu leben in einer Welt, in der die verstorbene Person fehlt? Und wie kann dieser Prozess psychotherapeutisch unterstützt werden?
Neben einer Wissensvermittlung zu Trauerprozessen und Todeskonzepten im Kindes- und Jugendalter sowie zu den Auswirkungen von Elternverlusten in dieser Altersgruppe sollen Anregungen für die psychotherapeutische Arbeit mit trauernden Kindern im Vordergrund stehen: Therapeutische Möglichkeiten der Arbeit u. a. mit Bilderbüchern, Märchen und Ritualen werden vorgestellt. Im Rahmen des Workshops wird außerdem ein gemeinsames Trauerritual erarbeitet und durchgeführt werden.

Literatur
Jürgens, Elisabeth (2015): Tod und Sterben – Trauer und Trost: Materialien für die psychotherapeutische Arbeit mit trauernden Kindern. In: Verhaltenstherapie mit Kindern & Jugendlichen, 11. Jg. (1+2), 71-82.
Romer, Georg & Haagen, Miriam (2007): Kinder körperlich kranker Eltern. Göttingen: Hogrefe Verlag
Raile, Jana (2011): Trauerbegleitung mit Märchen. Ahlerstedt: Param Verlag

WS 2 Akzeptanz- und Commitment Therapie (ACT) und Anpassungsstörungen

Frank Mutterlose, Potsdam und Mareile Rahming, Berlin

ACT ist ein kontextorientierter, transdiagnostischer und integrativer Ansatz. Kernstrategien sind

  • die Förderung der Bereitschaft, schmerzvolles Erleben anzunehmen und mit ihm zu arbeiten.
  • die Entwicklung von wirkungsvollem Handeln, das sich auf das richtet, was dem Klienten wirklich wichtig ist.

ACT versteht unter “Anpassungsstörungen” Bemühungen, die die Funktion haben, innere und äußere Herausforderungen zu bewältigen, jedoch unzureichend bleiben, weil sie rigide, ziellos, gefühlsunterdrückend, problemassoziiert und daher problembekämpfend erfolgen.
Wie beim Radfahren bedarf es eines Ausbalancierens und Zulassens unterschiedlicher Haltungen und Prozesse, um flexibler zu werden und voranzukommen.  Wirksame und hilfreiche Prozesse in der Bewältigung von Anpassungskrisen sind im Rahmen der ACT:  die Öffnung gegenüber Krisen und Leid, das Gegenwärtig- und Gewahrsein im Kontext und das funktionale und engagierte Handeln im Rahmen wirksamer, wertbestimmter Möglichkeiten.
Im  WS wollen wir mit lebendigen Konzepten und vielen Übungen diesen Umgang mit typischen Mustern von “Anpassungsstörungen” auf „ACT-Art“ verdeutlichen und trainieren. Eigene Fälle sind erwünscht.

WS 3 Training emotionaler Kompetenzen (TEK) – Ein störungsübergreifendes Trainingsprogramm zur Verbesserung der Emotionsregulation, der Stressbewältigung und des Selbstwertes

Alexander Reichardt, Berlin

Aktuelle Forschungsergebnisse machen deutlich, welch bedeutsame Rolle emotionale Kompetenzen in der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen spielen. Dies impliziert, dass diese Kompetenzen in psychotherapeutischen Behandlungen systematisch gefördert werden sollten. Vor diesem Hintergrund wurde an der Universität Bern das Training Emotionaler Kompetenzen (TEK, Berking, 2014) entwickelt. Dieser gruppenbasierte Ansatz ist als begleitende Interventionsmaßnahme zur Ergänzung störungsspezifischer Interventionen und zur Prävention bei belasteten Personengruppen konzipiert. Das TEK fördert gezielt die emotionalen Kompetenzen, die sich für die psychische Gesundheit als besonders wichtig erwiesen haben. Das heißt konkret, die Teilnehmer sollen negative Emotionen entweder a) positiv verändern und/oder b) akzeptieren und aushalten können und sich c) dieser Fähigkeiten bewusst sein. Die im Rahmen von TEK vermittelten Basiskompetenzen sind: Muskelentspannung, Atementspannung, Bewertungsfreie Wahrnehmung, Akzeptieren und Tolerieren, Selbstunterstu?tzung, Analysieren und Regulieren. Das Training kann durch seinen konsistenten konzeptionellen Rahmen und verschiedene Übungen auch für die Einzeltherapie nutzbar gemacht werden.

Ziele des WS:

  • Vermittlung des Trainingskonzeptes
  • Erläuterung der praktischen Umsetzung
  • Vorstellung exemplarischer Übungen

Literatur
Berking, M. (2014). Training emotionaler Kompetenzen (3. Aufl). Heidelberg: Springer.
Berking, M. & Wupperman, P. (2012). Emotion regulation and health: State of the Art. Current Opinion in Psychiatry, 25(2), 128-134.
Berking, M., Wupperman, P., Reichardt, A., Pejic, T., Dippel, A. & Znoj, H. (2008). General emotion-regulation skills as a treatment target in psychotherapy. Behaviour Research and Therapy, 46(11), 1230-1237.

Workshop 4   Das Therapieprogramm für Anpassungsstörungen (TAPS) – ein CBT orientierter Ansatz

Konrad Reschke, Leipzig

Die Gretchen-Frage ist: Systematisch oder eklektisch - Was kann bei Anpassungsstörungen therapeutisch getan werden? Im Workshop erfolgt dazu eine Einführung in das CBT-orientierte Gruppen- und Einzeltherapieprogramm TAPS. Für Anpassungsstörungen existieren vergleichsweise wenige evaluierte Therapieansätze, dabei ist ihre Häufigkeit besonders im Zusammenhang mit stressbedingten kritischen Lebensereignissen, misslingender Belastungsverarbeitung und Burn out nicht selten. Die Theoriebasis des Programms und eigene Forschungen zur Entwicklung und Evaluation des Programms werden vorgestellt. Im Workshop wird das Programm hinsichtlich Zielstellung, Aufbau und Modulen demonstriert. Praktische Übungen ergeben sich aus allen Modulen und werden gemeinsam mit den Teilnehmern durchgeführt. Die Teilnehmer diskutieren auf dem eigenen Erfahrungshintergrund die Frage eklektische vs. systematische Therapieplanung und Therapiedurchführung und können auch das Teilnehmer-Handbuch, welches 2013 publiziert wurde, kennenlernen. Das Programm kann im Einzel und Gruppensetting angewandt werden und existiert auch in einer Variante für Jugendliche (TAPS-J).

Literatur
Reschke, K. Kusel, A. Teichmann, K. & Hallensleben, R.  (2011). TAPS Therapieprogramm für Anpassungsstörungen. Aachen: Shaker Verlag.
Jarchow, S., Kusel, A. Teichmann, K. Hallensleben, R., Reschke, K. & Stöber, F. S. (2013). Selbsthilfebuch für Flexibilität und Neuorientierung in Krisen. Aachen: Shaker Verlag.
Reschke, K. (2014). TAPS – Therapieprogramm für Anpassungsstörungen. In: Arbeitskreis Klinische Psychologie in der Rehabilitation BDP (Hrsg.). Optimierung der Rehabilitation – Beiträge der Psychologie. Berlin: Deutscher Psychologen Verlag, S. 114-120.

 

 

3. Tagung Psychotherapie-State-of-the-Art - 20.-21. September 2014 in Potsdam

wir laden Sie herzlich zur 3. Tagung „Psychotherapie-State-of-the-Art“ ein!

Darstellung aktueller Behandlungsansätze

Im Rahmen dieser Tagung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich einen Überblick zum „State-of-the-Art“ eines Themenbereiches der Psychotherapie zu verschaffen und aktuelle Behandlungsansätze, die den derzeitigen wissenschaftlichen Stand widerspiegeln, kennenzulernen. In den zweitägigen Workshops wird sowohl der theoretische Hintergrund eines Ansatzes als auch dessen praktische Anwendbarkeit behandelt.

Austausch

Die Tagung soll neben interessanten Inhalten auch die Möglichkeit bieten, sich mit KollegInnen und ReferentInnen auszutauschen und über das Gelernte zu reflektieren. Da die Pausen dafür meist zu wenig Raum lassen, sieht das Konzept unserer Tagung einen weiteren Programmpunkt vor, ein gemeinsames Abendessen am Samstagabend. Zudem haben wir in zwei Potsdamer Hotels ein vergünstigtes Zimmerkontingent eingerichtet, sodass auch hier – beim Frühstück oder Spaziergang zum Tagungsort – Zeit zum Diskutieren bleibt.

Therapie von Angststörungen

In diesem Jahr möchten wir aktuelle Ansätze der Angstbehandlung vorstellen. Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Störungen. Obwohl bewährte und recht erfolgreiche Therapieverfahren zur Verfügung stehen, werden auch hier kontinuierlich innovative und verbesserte Ansätze entwickelt, insbesondere für therapieresistente und komplexe Angsterkrankungen. Wir haben für unsere Veranstaltung Workshops ausgesucht, die PsychotherapeutInnen darin unterstützen, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in der Behandlung von Menschen mit Angsterkrankungen auszubauen und damit die Freude an der Arbeit zu vergrößern.

 

Ausführliche Beschreibung der Workshops

Workshop 1: Kognitive Verhaltenstherapie bei hypochondrie und Krankheitsangst

Maria Gropalis, Mainz
Kernmerkmal der Hypochondrie ist die Angst, eine schwere Krankheit zu haben. Anders als oft in der breiten Öffentlichkeit dargestellt, sind mit der Symptomatik hoher Leidensdruck und ausgeprägtes Schamgefühl verbunden. Die Workshopleiterin führt seit einigen Jahren einen Therapieschwerpunkt für Patienten mit Krankheitsangst an der Universität Mainz. Das dort verwendete Behandlungskonzept soll, angereichert mit vielen Fallbeispielen, vorgestellt und praktisch in Rollenspielen erarbeitet werden.
Schwerpunkt bilden dabei die beiden Säulen "kognitive Therapie zur Veränderung der Krankheitsideen" sowie "Verminderung sicherheitssuchenden Verhaltens" (z. B. von Arztbesuchen). Abschließend werden verschiedene Möglichkeiten von Expositionen (in sensu und in vivo) bei Krankheitsängsten vorgestellt und diskutiert.

Literatur:
Abramowitz, J. S. & Braddock, A. E. (2008). Psychological Treatment of Health Anxiety and Hypochondriasis. Göttingen: Hogrefe.
Bleichhardt, G. & Weck, F. (2010). Kognitive Verhaltenstherapie bei Hypochondrie und Krankheitsangst. Berlin: Springer.
Bleichhardt, G. & Martin, A. (2010). Hypochondrie und Krankheitsangst. Fortschritte zur Psychotherapie. Göttingen: Hogrefe.

Workshop 2: Imaginatives Überschreiben bei Angststörungen

Gitta Jacob, Hamburg
Imaginative Techniken, insbesondere das imaginative Überschreiben, haben eine sehr lange Tradition als therapeutische Technik. In den vergangenen Jahren rücken sie zunehmend auch in den Fokus der Forschung und es liegen zunehmend Studienergebnisse zu ihrer hervorragenden Wirksamkeit bei einer großen Bandbreite emotionaler Störungen vor. Im Workshop wird ein kurzer Überblick über den Hintergrund und das Vorgehen beim imaginativen Überschreiben gegeben und danach der Schwerpunkt auf praktische Übungen gelegt. Dabei wird insbesondere auch das differentielle Vorgehen bei unterschiedlichen emotionalen Problemen behandelt. Didaktisch werden Rollenspiele im Plenum, Video-Demonstrationen und Kleingruppenübungen eingesetzt.

Workshop 3: Mitgefühl und Mut: Akzeptanz und Commitment-Therapie (ACT) bei Angststörungen

Norbert Schneider, Fürth

Akzeptanz & Commitment Therapie (ACT; gesprochen wie das englische Wort „act“) ist eine Verhaltenstherapie der „dritten Welle“, die Methoden der Akzeptanz & Achtsamkeit mit Strategien zur Werteklärung & Verhaltensmodifikation verbindet, um Menschen zu helfen, ein vitales und sinnerfülltes Leben zu führen.
Alle Menschen erleben Angst. Viele von uns kämpfen mit dieser Angst und tun alles Mögliche, um sie zu kontrollieren und zu beseitigen. Diese emotionale Vermeidung trägt wesentlich dazu bei, dass normale Angst in klinisches Leiden verwandelt wird. ACT will Menschen unterstützen, diesen unproduktiven Kampf gegen das eigene Erleben zu beenden und ihre Energien stattdessen auf das engagierte Handeln im Sinne ihrer Werte zu fokussieren. Ziel ist es, die eigenen schwierige Gefühle und Gedanken mit Achtsamkeit, Akzeptanz und Mitgefühl zu begegnen und gleichzeitig das Leben aktiv zu verfolgen, das ihnen wirklich am Herzen liegt. Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Sie ist die Bewusstheit, dass es etwas Wichtigeres gibt als Angst.
ACT ist eine erlebnisorientierte Therapie und demgemäß werden in diesem Workshop - neben einer theoretischen Einführung - viele praktische Übungen vorgestellt und selbst ausprobiert.

Literatur:

Eifert, G.H. & Forsyth, J.P. (2009). Akzeptanz- und Commitment-Therapie für Angststörungen: Ein praktischer Leitfaden zur Anwendung von Achtsamkeit, Akzeptanz und wertgeleiteten Verhaltensänderungsstrategien. Tübingen: dgvt.
Forsyth, J.P. & Eifert, G.H. (2010). Mit Ängsten und Sorgen erfolgreich umgehen. Ein Ratgeber für den achtsamen Weg in ein erfülltes Leben mit Hilfe von ACT. Göttingen: Hogrefe.
Hayes, S.C., Strosahl, K.D. & Wilson, K.W. (2014). Akzeptanz- und Commitment-Therapie. Achtsamkeitsbasierte Veränderungen in Theorie und Praxis. Paderborn: Junfermann.

Workshop 4: Metakognitive Therapie von Angst und übermäßigen Sorgen bei Kindern und Jugendlichen

Michael Simons, Aachen

Die Metakognitive Therapie (MCT) nach Wells postuliert, dass nicht spezifische Gedankeninhalte oder Überzeugungen, sondern Denk-, Aufmerksamkeits- und Verhaltensprozesse Angststörungen aufrecht erhalten; diese wiederum werden durch Metakognitionen motiviert.  Bei der Generalisierten Angststörung geht es folglich nicht um einzelne Sorgen, die hinterfragt werden, sondern um das sich-Sorgen-machen und die Meta-Sorge, nicht mehr aufhören können, sich Sorgen zu machen. Die MCT ist ein hochstrukturiertes Verfahren, das in ca. 6-10 Sitzungen folgende Elemente umfasst:

  • Fallkonzeption
  • Modifikation negativer metakognitiver Überzeugungen
  • Losgelöste Achtsamkeit und Aufschieben von Sorgen
  • Modifikation positiver metakognitiver Überzeugungen
  • Modifikation dysfunktionalen  Bewältigungsverhaltens
  • Kombination mit Elementen der Narrativen Therapie (insbesondere für  Kinder)
  • Rückfallprävention und Etablierung neuer metakognitiver Pläne

Im Workshop werden das metakognitive Störungsverständnis und die einzelnen Behandlungsschritte dargestellt und mit anderen kognitiv-verhaltenstherapeutischen Strategien verglichen.

Literatur:

Simons M (2012): Anders denken – Metakognitive Therapie für Kinder und
Jugendliche mit Zwangsstörung: Ein Behandlungsplan. Verhaltenstherapie 22:259–267
Simons M, Herpertz-Dahlmann B (2012): Angststörungen – Therapie bei Kindern und Jugendlichen, in  Rupprecht R, Kellner M (Hrsg.): Angststörungen: Klinik, Forschung, Therapie. Stuttgart, Kohlhammer.
Wells A. (2011): Metakognitive Therapie bei Angststörungen und Depression. Weinheim: Beltz.

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Akademie für Fortbildung in Psychotherapie, Region Ost (afp Ost)

Veranstaltungen afp, Institut Potsdam, 2011

Die Veranstaltungen finden in der Praxis Anne Fallis in der Berliner Str. 120 in 14467 Potsdam statt.

Kontakt: Dipl.Psych. Frank Mutterlose, Hermann Elflein Str. 12, 14467 Potsdam

http://www.dgvt-fortbildung.de/wir-ueber-uns/kontakt

CBASP (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy)

Datum: Vom 04.12.2010 bis 05.12.2010 Ort: Potsdam Beschreibung: „Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy” integriert behaviorale, kognitive, psychodynamische sowie interpersonelle Strategien und setzt direkt an der spezifischen Psychopathologie chronisch Depressiver an.

 

Schematherapie - Einführungsworkshop

Datum: Vom 14.01.2011 bis 15.01.2011 Ort: Potsdam Beschreibung: In diesem Workshop wird eine Einführung In die Schematherapie gegeben. Der Workshop gliedert sich in drei Bereiche und gibt einen Überblick über Theorie, Diagnostik und therapeutische Strategien.


Einführung in hypnotherapeutische Konzepte und Methoden

Datum: Vom 24.02.2011 bis 25.02.2011 Ort: Potsdam Beschreibung: Integration in die verhaltenstherapeutische Praxis



Emotional-instabile Persönlichkeitsstörung

Datum: Vom 09.04.2011 bis 10.04.2011 Ort: Potsdam Beschreibung: Verhaltensmedizinische Behandlung


Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen mit EMDR

Datum: Vom 13.05.2011 bis 14.05.2011 Ort: Potsdam Beschreibung: EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist ein therapeutisches Verfahren, dass von der amerikanischen Psychotherapeutin Francine Shapiro entwickelt wurde. Kontrollierte empirische Untersuchungen und Metaanalysen zeigen, dass EMDR zu den wirksamsten Methoden der Traumatherapie gehört.


Einführung in hypnotherapeutische Konzepte und Methoden

Datum: Vom 24.11.2011 bis 25.11.2011 Ort: Potsdam Beschreibung: Integration in die verhaltenstherapeutische Praxis

Einige Veranstaltungen seit 2007:


Einführung in EMDR: Beschreibung: Einführung in Methode und Anwendung

Die Nutzung des Körpers in der Verhaltenstherapie: Beschreibung: Seit einiger Zeit wird innerhalb der Verhaltenstherapie der Umgang mit dem Körper zunehmend thematisiert und Gegenstand der Überlegungen im Rahmen der vielfältigen Interventionstechniken zur Diagnostik und Therapie.


Probleme sind Lösungen: Beschreibung: Grundzüge systemisch-hypnotherapeutischer Konzepte


Einführung in die Akzeptanz & Commitment Therapie (ACT) - Verhaltenstherapie in der dritten Generation: Beschreibung: Die kontextualistische Verhaltenstherapie ACT wird von ihren Begründern sowohl als eine Form Kognitiver Verhaltenstherapie (KVT) bezeichnet als auch als eine von der herkömmlichen KVT abweichende Form neuartiger VT beschrieben.

Systemisch-hypnotherapeutische Methoden und Haltungen: Beschreibung: Integration in die verhaltenstherapeutische Praxis


Veranstaltungen 2012

Mobbing, Bullying und Cyberbullying

Datum: Vom 21.04.2012 bis 22.04.2012 Ort: Potsdam Beschreibung: In Deutschland werden wöchentlich ca. 500.000 Schüler von ihren Mitschülern ausgegrenzt, schikaniert oder erfahren körperliche Gewalt. Ebenso viele Schüler werden zum Täter – es sind also regelmäßig ca. 1,1 Millionen Schüler in Deutschland von Mobbing ...


Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen mit EMDR

Datum: Vom 01.06.2012 bis 02.06.2012 Ort: Potsdam Beschreibung: EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist ein therapeutisches Verfahren, dass von der amerikanischen Psychotherapeutin Francine Shapiro entwickelt wurde. Kontrollierte empirische Untersuchungen und Metaanalysen zeigen, dass EMDR zu den wirksamsten Methoden der Traumatherapie gehört. Dieses Verfahren kann aber auch in anderen Bereichen, z. B. bei Angststörungen oder pathologischen Trauerreaktionen eingesetzt werden.


www.afp-info.de

Traumatherapie: State-of-the-Art“.
Workshoptagung in Potsdam
8/9.September 2012

Tagungsort:

Universität Potsdam
Standort Am Neuen Palais
Am Neuen Palais 10 / Haus 9
14469 Potsdam

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir laden Sie herzlich zur 1. Tagung „Psychotherapie-State-of-the-Art“ ein!

Darstellung aktueller Behandlungsansätze

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, sich einen Überblick zum „State-of-the-Art“ eines Themenbereiches der Psychotherapie zu verschaffen und aktuelle Behandlungsansätze, die den derzeitigen wissenschaftlichen Stand widerspiegeln, kennenzulernen. In den zweitägigen Workshops wird sowohl der theoretische Hintergrund eines Ansatzes als auch dessen praktische Anwendbarkeit behandelt.

Austausch

Die Tagung soll neben interessanten Inhalten auch die Möglichkeit bieten, sich mit KollegInnen und ReferentInnen auszutauschen und über das Gelernte zu diskutieren. Da die Pausen dafür meist zu wenig Raum lassen, findet am Samstagabend ein gemeinsames Abendessen für die TagungsteilnehmerInnen statt. Zudem haben wir in einem Potsdamer Hotel ein vergünstigtes Zimmerkontingent eingerichtet, sodass auch hier – beim Frühstück oder Spaziergang zum Tagungsort – Zeit zum Diskutieren bleibt.

Traumatherapie

Das diesjährige Thema der Tagung lautet „Traumatherapie-State-of-the-Art“. Forschungsergebnisse verweisen zunehmend auf die zentrale Bedeutung von Traumata in der Genese vieler psychischer Störungen, was eine verstärkte Berücksichtigung der Traumatisierung in der Behandlung erfordert. Viele BehandlerInnen haben daher den Wunsch, ihre Kompetenzen um fundierte, evidenzbasierte Techniken zur Traumabearbeitung zu erweitern – dem möchten wir mit unserem Angebot begegnen und freuen uns über Ihre Teilnahme!

Vortrag (2 UE) Traumafolgestörungen Entwicklung des ICD-11 und der therapeutischen Methoden. Prof. Andreas Maercker, Zürich

Zweitägige Workshops (14 UE gesamt)

Workshop 1 Anne Dyer, Mannheim Dialektisch-behaviorale Therapie für PatientInnen mit Posttraumatischer Belastungsstörung nach Gewalterfahrung in der Kindheit

Workshop 2 Julia König, München Cognitive Processing Therapy für die Posttraumatische Belastungsstörung

Workshop 3 Silke Mehler, Schlangen Therapie mit komplex traumatisierten PatientInnen

Workshop 4 Martina Ruf, Konstanz Elisabeth Schauer, Reichenau Narrative Expositionstherapie (NET) - Psychotherapie nach multiplen Traumata

Eine Akkreditierung der Veranstaltung wird bei der Psychotherapeutenkammer beantragt. Zudem prüft die OPK deren Anrechnungsfähigkeit für die Richtlinie „Psycho-traumatherapie OPK“.

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